Licht und Farbe

Alle Farben, die unser Auge wahrnimmt oder die die fotografische Schicht bzw. der Chip aufzeichnet, werden erst im Licht sichtbar. Das gesamte Licht, das wir sehen, stammt von natürlichen oder künstlichen Lichtquellen. Das hiervon ausgehende, uns Weiß erscheinende Licht ist nicht einheitlich. Sendet man weißes Licht durch ein Prisma, erscheinen uns hauptsächlich fünf Farben: Rot, Grün, Blau, Cyan und Gelb. Dieses ist das sogenannte “Spektrum” des sichtbaren Lichtes. Die drei Farben Rot, Grün, und Blau umfassen fast je eindrittel des Spektrums, der Rest verteilt sich auf Gelb und Cyan. Zwischen diesen Farben findet im Spektrum ein stetiger Übergang von einer Farbe zur anderen statt.

Farben unterscheiden sich nur durch ihre Wellenlängen. Rotes Licht ist langwellig, seine Wellenlängen umfassen das Gebiet von 630 nm bis 760 nm, Grün reicht von 480 nm bis 560 nm und Blau von 450 nm bis 480 nm. Das Gesamtspektrum der sichtbaren elektromagnetischen Schwingungen (Wellen) reicht also von 400 nm bis 760 nm.
Beim Durchgang durch das Prisma werden die kurzen Wellen (Blau, Violett) am stärksten gebrochen, die längeren (Rot) weniger. Dazwischen liegen Gelb und Grün. Die Farben der Gegenstände, die wir sehen, treten nur dadurch auf, dass von ihnen Teile des weißen Lichtes, welches auf sie fällt, absorbiert (verschluckt), der Rest aber als “die Farbe” des Gegenstandes reflektiert wird. Durch die sehr großen, vielfältigen Möglichkeiten von Mischungen aller Wellenlängen entstehen die zahllosen Farben, die unser Auge empfindet.