Blende auf! – Ausstellung im Bayerischen Landtag

 Ein Foto- und Malprojekt – Miteinander eigene Ziele erreichen.

Blende auf! - Ausstellung im Bayerischen Landtag 2013

Ein kunsttherapeutisches Foto- und Malprojekt mit jugendlichen Patienten der Kinder- und Jugendpsychosomatik des Klinikums rechts der Isar der Technischen Universität München.

Mit dem Medium Fotografie und einer malerischen Tätigkeit kann man lernen, die eigene Umgebung wie auch das, was einen beschäftigt anders und damit bewusster zu erleben. Der Fotograf Stephan Paul Stuemer machte die jugendlichen Patienten mit der Fotografie handwerklich vertraut, parallel dazu betreute sie der Kunsttherapeut Cristoph Thomas aus Rosenheim. Die Teilnehmer/innen, zwischen 13 und 17 Jahre alt, sind junge Menschen mit Ängsten, Traumafolgestörungen, Depressionen oder Problemen im Sozialverhalten.

Durch die Möglichkeit, sich mit eigenen oder vorgeschlagenen Themen fotografisch auseinander zu setzen, Gestaltungselemente der Fotografie aufzugreifen, Neues auszuprobieren – angstfrei und ungefährlich – ist die Fotografie und der experimentelle Umgang mit dem Malmaterial eine wichtige spielerische Art und Weise neue Perspektiven zu finden.

Professor Peter Henningsen, Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie des Klinikums rechts der Isar, TU München, spricht zur Eröffnung der Ausstellung ein Grußwort. In die Ausstellung führt Hans Heitmann, Professor an der Fakultät für Gestaltung der Hochschule Augsburg ein. Die Landtagspräsidentin des Bayerischen Landtag, Frau Barbara Stamm, lädt am Dienstag, den 9. Juli zur Eröffnung der Ausstellung „Blende auf!“ und zu einem anschließenden Empfang ein.

A U S S T E L L U N G S K A R T E →

Das Projekt und die Ausstellung werden unterstützt von:

Boesner Forstinning, FUJIFILM, Siegsdorfer Petrusquelle, Schweiger StiftungReger Werbearchitektur.

Eröffnungsrede der Ausstellung im Bayerischen Landtag durch die Landtagspräsidentin Barbara Stamm:

Blende auf! – Ausstellung im Bayerischen Landtag →

Fürsprecher – Blende auf!

Dr. med. Martin Güthlin – Homöopathischer Arzt und Internist

„Gerade in Krisenzeiten ist die Kreativität gefragt. Das trifft nicht nur für die Wirtschaft zu, wo oft manches Wachstumsmantra mit der Forderung nach ständiger Kreativität verbunden wird. Schnell kann so das „Sich-neu-Erfinden“ zum leeren Selbstzweck werden und die damit verbundene Energie verpuffen. In der seelischen Krise ist eine Beschäftigung mit der Kunst und die eigene künstlerische Tätigkeit ein wichtiger Baustein zur Gesundung und zur Neuausrichtung der Interessen.  Aufgrund der grenzenlosen Möglichkeiten künstlerischer Beschäftigung ist Orientierung und Anleitung hierzu wichtig. Eine professionelle Begleitung wie in dem Foto- und Malprojekt „Blende auf!“ ist eine ideale Plattform zur Erweiterung der Gestaltungsmöglichkeiten.“

Blende auf! – Ausstellung im Gasteig, München
unter Schirmherrschaft von Christian Ude

 

 

Grußwort von Oberbürgermeister Christian Ude zur Ausstellung
„Blende auf!“ – Ein Fotoprojekt für junge Menschen mit psychosomatischen Störungen

„Psychosomatische Erkrankungen haben mit der vielfachen Wechselwirkung zwischen körperlichen, psychologischen und sozialen Elementen wie menschlichen Beziehungen oder Arbeit zu tun. Die Frage nach dem Mechanismus, in dem Psychisches und Somatisches ursächlich miteinander verknüpft sind, ist dabei nicht immer einfach zu beantworten.

Das fünfmonatige Foto- und Malprojekt in der Psychosomatischen Abteilung des Klinikums rechts der Isar führt die teilnehmenden Jugendlichen in das Medium Fotografie ein und verfolgt damit einen kunsttherapeutischen Ansatz als Beitrag zur Behandlung dieser Krankheit. Oft dauert es lange, bis psychosomatische Krankheiten als solche erkannt werden. Studien haben gezeigt, dass manche Patienten zahlreiche ärztliche Kontakte hinter sich hatten, ehe sie erstmals an einen Psychotherapeuten überwiesen wurden.

Gerne habe ich daher die Schirmherrschaft über dieses Projekt übernommen, um auf diese Krankheit aufmerksam zu machen. Ich bedanke mich bei dem Fotografen Stephan Paul Stuemer und bei dem Kunsttherapeuten Christoph Thomas für ihr Engagement und wünsche dem Fotoprojekt viel Erfolg und der Ausstellung zahlreiche Besucherinnen und Besucher.“

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